Preisträger der Jubiläumsveranstaltung der Euroregon Pomerania in Stralsund, 15.12.2025 / Laureaci Uroczystości Jubileuszowej Euroregionu Pomerania w Stralsundzie, 15 grudnia 2025 r., Foto: André Gschweng

30 Jahre Euroregion Pomerania – Jubiläumsveranstaltung in Stralsund

Im festlichen Löwenschen Saal des Stralsunder Rathauses wurde am 15. Dezember das 30-jährige Bestehen der Euroregion Pomerania gefeiert. Zu diesem festlichen Anlass kamen auf Einladung der beiden deutschen und polnischen euroregionalen Vereine 150 Mitglieder, Partner und Freunde der Euroregion zusammen.

Die Festredner erinnerten an die Errungenschaften aus drei Jahrzehnten Zusammenarbeit, die aktuellen Herausforderungen und die Zukunftspläne für die Euroregion Pomerania.

Fotos: André Gschweng

Als Hausherr verwies der Oberbürgermeister von Stralsund Dr. Badrow mit Stolz darauf, dass erst im November diesen Jahres dank der Zusammenarbeit in der Euroregion die Fachhochschule in Stralsund sich mit anderen Trägern zu einem pommerschen Hochschulnetzwerk zusammengeschlossen haben.

Krzysztof Soska, Präsident des Vereins des polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania, unterstrick auf die Bedeutung des Kleinprojektefonds als „Herz der Pomerania“, mit dessen Unterstützung in den vergangen 30 Jahren mehr als 3500 grenzüberschreitenden Initiativen gefördert wurden, bei denen sich über 350 Tausend Deutsche und Polen begegneten.

Ein zentrales Thema der Festreden war die Gründung des „Europäischen Verbunds für Zusammenarbeit (EVTZ) Pomerania“

Der Präsident der Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania, Michael Sack, machte die Gäste darauf aufmerksam, dass „wir gemeinsam, auf deutscher und polnischer Seite, kurz vor der Gründung des ersten euroregionalen EVTZ entlang der deutsch-polnischen Grenze“ sind. Er unterstrich in seiner Rede, dass der EVTZ weit mehr als eine neue Rechtsform ist. „Er macht uns handlungsfähig, sichtbarer und wirksamer – in der Euroregion, in der europäischen Kohäsionspolitik und im gesamten europäischen Kontext“.

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, brachte in seiner Rede ebenfalls die Bedeutung des EVTZ zum Ausdruck und stellte in Aussicht, dass die noch notwendige Einführung der Haftungsbeschränkung zügig in den Landtag zur Abstimmung gebracht wird.

Der Minister der Finanzen und für Europa, Robert Crumbach, betonte in seiner Rede, dass für das Land Brandenburg die Euroregion Pomerania und in Zukunft der EVTZ ein unverzichtbarer Partner ist. Er gratulierte den beiden Vereinen für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. „Die beiden Vereine der Euroregion Pomerania sind Sinnbild dieser gelebten Verflechtung. Sie führen gemeinsame Bildungsveranstaltungen durch und sind mit dem gemeinsamen Projekt Informations- und Beratungsnetzwerk großartig in die Fläche vernetzt“, so Minister Crumbach.

Von polnischer Seite betonte der stellvertretende Stadtpräsident von Stettin, Marcin Biskupski, dass sich die Euroregion Pomerania zu einem der dynamistischen und kreativsten Räume für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa entwickelt hat.

Neben Festreden wurden bei der Jubiläumsveranstaltung Udo Hirschfeld (stellvertretender Geschäftsführer der Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania), Andreas Bergemann (Koodinator Deutsch-Polnisches Jugendwerk bei der Kommunalgemeinschaft), Katatrzyna Dąbrowska (stellv. Direktorin, Büro Verein der Polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania) und Urszula Berlińska (ehemalige Direktorin, Büro Verein der Polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania) mit dem Ehrenabzeichen Westpommerscher Greif für Ihre Verdienst um die Entwicklung der Wojewodschaft Westpommern ausgezeichnet. In seinen einführenden Worten betonte Paweł Bartnik, Direktor vom Büro des Vereins der polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania, dass die Verleihung an ausländische Bürger außergewöhnlich ist. Die Ehrung wurde durch Przemysław Włosek, Generaldirektor im Marschallamt der Wojewodschaft Westpommern, vorgenommen.

Ein weiterer Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung war die Verleihung des Preises der Euroregion Pomerania, der für besondere Leistungen bei der Initiierung erfolgreicher Projekte, der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und des Zusammenhalts zu besonderen Anlässen vergeben wird.

Preisträger sind:

  • Dr. Marek Fiałek und Piotr Rosenkiewicz (Kategorie Einzelperson)
  • Regionalpark Barnimer Feldmark e. V. und Baltic Neopolis Orchiestra (Kategorie Verein)
  • Uckermärkische Bühnen Schwedt/O. und Gemeinde Kołbaskowo (Kategorie Kommune)

In ihren Lobreden verwiesen die beiden Geschäftsführer der euroregionalen Vereine Martin Hanf und Paweł Bartnik auf die herausragenden Leistungen der Preisträger. Neben einer kunstvollen Statuette erhielten die deutschen und polnischen Preisträger der Kategorien Einzelperson und Verein jeweils ein Preisgeld von 500 Euro.

Besondere Begeisterung rief bei der Jubiläumsfeier das Deutsch-Polnische Musikschulorchester hervor, das mit Verve und Stücken von Beethoven, Wieniawski und Bizet der Festveranstaltung einen sehr würdigen Rahmen gab.