Die Teilnehmer der Abschlusskonferenz des Interreg VA-Projektes "Gemeinsam die Zukunft der Euroregion Pomerania gestalten" blickten optimistisch und hoffnungsvoll in die Zukunft

Geschrieben von Joanna Fajfer-Ślósarek

Mehr als 120 Teilnehmer aus Polen und Deutschland nahmen am Freitag, den 11. Juni 2021, an der Online-Konferenz teil, die eine Zusammenfassung von mehr als zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit für den Aufbau gemeinsamer polnisch-deutscher Beziehungen in unserer Region war.

An der Veranstaltung haben die beiden Präsidenten der Euroregion, Herr Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald und Herr Krzysztof Soska, der stellvertretender Präsident der Stadt Stettin, als auch Vertreter der beiden Vereine der Euroregion und die Vertreter der Programmpartner des Kooperationsprogramms Interreg VA teilgenommen.

Herr Michael Sack, wies in seinem Grußwort darauf hin: „Das Zusammenwachsen unserer Region ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Gerade unseren beiden Vereinen obliegt es, sich dieser Aufgabe zu stellen und gezielt diese Entwicklung voran zu treiben und zu gestalten“.

„Zweisprachigkeit, Rettungswesen, Technologietransfer, dies sind nur einige der Prioritäten, die kontinuierlich weiterentwickelt werden sollten“ betonte der stellvertretende Präsident der Stadt Stettin, Herr Krzysztof Soska.

Ziel des Projekts war es, zum ersten Mal in der Geschichte der Euroregion Pomerania ein gemeinsames Entwicklungs- und Handlungskonzept zu erarbeiten. Die wichtigsten Entwicklungstrends wie demografischer Wandel, Klimawandel, zunehmende grenzüberschreitende Verflechtungen, Digitalisierung oder die Auswirkungen der COVID-Pandemie, die Bewältigung von Krisensituationen und deren Folgen wurden untersucht.

Im Rahmen des methodischen Ansatzes wurde eine Reihe von thematischen Workshops durchgeführt, an denen fast 300 Personen teilnahmen. Eine Onlinekonsultation wurde an mehr als 700 Personen beiderseits der Grenze gerichtet, dazu folgten 20 gezielte und ausführliche Experteninterviews.

Das beauftragte Büro Infrastruktur und Umwelt Professor Böhm und Partner aus Potsdam hat die Effekte der Arbeit an dem Entwicklungs-und Handlungskonzept vorgestellt. Danach wurden die Ansätze für künftige Kooperationsplattformen in den Bereichen grenzüberschreitende Mobilität, Forschungszusammenarbeit, gemeinsamer Naturschutz und Kultur von Vertretern aus der Region präsentiert. Die Programmpartner des Kooperationsprogramms Interreg VA sprachen über die Grundvoraussetzungen des neuen Förderprogramms und Herr Dr. Krzymuski zeigte mögliche Rechtsformen für die Euroregion Pomerania auf.

Zum Abschluss stellten die Geschäftsführer beider Vereine ihre Pläne für die Zukunft vor und sprachen über die Projekte, die sie gemeinsam durchführen möchten. Andrea Gronwald fasste es wie folgt zusammen: „Durch das Engagement von uns allen bei der Erstellung des gemeinsamen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes ist die Zukunft unserer Euroregion vorgegeben. Und die Tatsache, dass wir trotz Widrigkeiten, wie der historischen Grenzschließung, gemeinsam handeln, bekräftigt mich nur in meiner Überzeugung: Wollen heißt Können“.