Polen ist für deutsche Arbeitnehmer offen

Geschrieben von Pomerania Geschäftsstelle
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Edelgard Förster, zuständig für Betriebsprüfung / Umsatzsteuerfragen, Kamila Steinka von der Neuaufnahmestelle und Karin Conrad, Vorsteherin des Finanzamtes Pasewalk im Gespräch mit Rechtsreferenten Markus Faßhauer von der IHK zu Neubrandenburg
Service- und BeratungsCentrum der POMERANIA in Pasewalk organisierte deutsch-polnisches Seminar für KMU
Ein Bericht des freien Journalisten Günter Schrom aus Pasewalk Rund vierzig klein- und mittelständische Unternehmer aus Polen und Deutschland nahmen am Deutsch-Polnischen Seminar über die Auslegung und Anwendung der Regelungen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit und Arbeitnehmerüberlassung am 27. Februar 2007 im großen Sitzungssaal der Stadtverwaltung teil, das durch das Service- und BeratungsCentrum der Pomerania (SBC) in Pasewalk organisiert wurde. "Wir wollen auch in diesem Jahr unsere Veranstaltungsreihe für kleine- und mittelständische Unternehmer beiderseits der Grenze zu rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Rahmenbedingungen fortsetzen, um mitzuhelfen, damit sie sich ein Rüstzeug für ihre Unternehmertätigkeit aneignen", sagte SBC-Mitarbeiterin Renate Rabe.



"Das Recht aller EU-Bürger auf Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit wird noch nicht von allen EU-Mitgliedsländern gewährleistet. Freien Zugang haben Arbeitnehmer seit Jahresbeginn in die Republik Polen. In der Bundesrepublik Deutschland gelten bis 2009 noch Beschränkungen", sagte Djane Jennricke, EURES-T-Vermittlerin der Agentur für Arbeit in der Geschäftsstelle Pasewalk. Sie machte deutlich, dass die befürchtete "Polenschwemme" nach dem EU-Beitritt Polens ausgeblieben sei. 2006 wurden 255 Arbeitserlaubnisse, darunter 245 an polnische Bürger, erteilt. "In unserer Region fehlt es an Investoren und an Fachkräften. Unseren suchenden Arbeitnehmern fehlt es an Mobilität. Deutsche können jetzt in Polen arbeiten, zu Grenzgängern oder zu Pendlern in Stettin oder entlang der deutsch-polnischen Grenze werden. Noch schreckt die deutsche Regelung der Beschränkungen auf dem Arbeitsmarkt Investoren ab hier tätig zu werden", sagte Djane Jennricke. Ihre Kollegin aus dem Wojewodschaftsarbeitsamt Westpommern in Stettin, Kamila Weglicka, gab ergänzende Hinweise zum Warenverkehr, zur Arbeitnehmerüberlassung, der Dienstleistungsfreiheit und Zahlungen. "Ein Problem der Vermittlung seien immer noch unzureichende Sprachkenntnisse beiderseits der Grenze", waren sich beide EURES-Vermittlerinnen einig. EURES ist das europäische Portal zur beruflichen Mobilität und ein Netzwerk mit mehr als 700 unterstützenden Fachberatern, die bei der Arbeitssuche in 29 europäischen Ländern behilflich sind.



Das neue Betreuungsangebot des Finanzamtes Pasewalk für Existenzgründer stellte Kamila Steinka, Sachbearbeiterin in der Neuaufnahmestelle für Unternehmensgründer im Finanzamt Pasewalk, vor. "Wir wollen Existenzgründern den ersten Kontakt mit dem Finanzamt erleichtern, ihnen helfen damit sie ihren steuerrechtlichen Pflichten nachkommen. Wir sind aber keine Steuerberatungsstelle", machte Kamila Steinka deutlich.



Wichtige Hinweise und Tipps zur Gewerbeanmeldung bis hin zur Zulassung und Ausübung von gewerblichen Tätigkeiten in Deutschland gab Markus Faßhauer, Rechtsreferent der IHK zu Neubrandenburg. Der junge Jurist untersetzte seine Ausführungen mit zahlreichen detaillierten Angaben zur Gewerbefreiheit bis hin zum Antrag für eine Reisegewerbekarte.
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