Wanderausstellung über Stettin in Greifswald

Geschrieben von Pomerania Geschäftsstelle
Vorkriegsfotografien aus der Sammlung des Nationalmuseums in Stettin und heutige Aufnahmen im Objektiv von Grzegorz Solecki Am 16.01. wurde im Greifswalder Rathaus die Ausstellung "Stettin aus der Nähe und von Ferne" eröffnet. Die Veranstaltung war gut besucht, und so mußten noch etliche Stühle nachgerückt werden. Vielen Gesichtern im Publikum sah man an, daß eine enge persönliche Verbindung zur ehemaligen Hauptstadt Pommerns besteht. Beim Rundgang durch die Ausstellung konnte man dann angeregten Gesprächen über "damals" lauschen. Freude, aber auch Erstaunen und Anerkennung wurden über die meisterhaften Leistungen der Nachbarn geäußert, die Stadt nach der Zerstörung im 2. Weltkrieges wieder so zu rekonstruieren.


Das Nationalmuseum in Stettin hat in seinem Archiv eine breite Auswahl von Negativen und Fotografien, die an die Vorkriegszeit erinnern. Diese Bilder sind in den Gedanken vieler ehemaliger Stadtbewohner geblieben, die die Stadt nach dem Krieg verlassen mußten. Trotz der Zerstörungen und der Veränderungen, die nach 1945 entstanden, sind viele charakteristische Bauten, Paläste, Hafenansichten und Uferfragmente der Oder erhalten. Bis heute sind sie die bevorzugten Fotomotive.

Grzegorz Solecki - Fotograf und Kunsthistoriker - fotografierte die heutige Ansicht der bekannten und charakteristischen Motive, die zum Symbol der Stadt wurden. Die wertvollsten Denkmäler in Stettin, die den Krieg überstanden haben, wurden detailgetreu rekonstruiert, und auch wenn sie heute in einer veränderten Umgebung bestehen, geben sie der Stadt ein historisches Klima, das durch Generationen hinweg entstanden ist, wieder.

Die Ausstellung des Nationalmuseums in Stettin, vorbereitet als Wanderausstellung für Deutschland, wird von der Europäischen Union im Rahmen des PHARE-CBC Programmes
für grenznahe Zusammenarbeit mitfinanziert.
Projektleiterin ist Dr. Bogdana Kozinska vom Muzeum Narodowe w Szczecinie.

Unterstützung bei der Suche nach Ausstellungsorten erhielt das Nationalmuseum vom Service- und BeratungsCentrum der POMERANIA in Anklam. Erste Station war im Herbst 2002 das Museum der Stadt Bergen. Bis zum 21.02.03 sind die Fotos im Rathaus der Hansestadt Greifswald zu sehen.
Weitere Stationen sind Barth, Grimmen, Torgelow und Penkun.
Internet: