In diesem Jahr jährte sich die Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland vom 17. Juni 1991 zum 30. Mal. Diese Vertragsunterzeichnung ermöglichte es unter anderem die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Grenzraum mit neuen Inhalten zu gestalten. Im Ergebnis dessen wurde am 15. Dezember 1995 im Schloss der Pommerschen Herzöge der Gründungsvertrag der Euroregion Pomerania unterzeichnet.
Die Unterzeichner waren: der Zweckverband der Gemeinden Westpommerns, die Stadt Stettin und die Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania e.V.

Um dieses Ereignis zu feiern, aber auch um ein Resümee der Vergangenheit zu ziehen und neue grenzüberschreitende Aufgaben für die Zukunft zu definieren, haben die Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania e.V. und der Verein der polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania eine Diskussionsveranstaltung organisiert, zu der folgende Gäste eingeladen waren: Herr Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald und Präsident des deutschen Teils der Euroregion, Herr Krzysztof Soska, stellvertretende Präsident der Stadt Stettin und Präsident der Euroregion auf der polnischen Seite sowie die beiden Historiker: Michael Gericke, Direktor des Historisch-Technischen Museums in Peenemünde und Dr. Tomasz Slepowroński, stellvertretender Direktor des Historischen Instituts der Universität Stettin.

Die Gäste erinnerten an die schwierigen Anfänge der gemeinsamen Aktivitäten im Grenzgebiet und tauschten sich darüber aus, was erfolgreich war und woran weitergearbeitet werden muss. Landrat Michael Sack betonte die Bedeutung und die Rolle von Bildungsprojekten für unsere Grenzregion und Präsident Soska sprach über die Errichtung eines EVTZ als zukünftige neue Rechtsform beider Vereine.
Die Historiker waren sich einig, dass es zwar keine physischen Grenzen gibt, dass aber im Bewusstsein vieler von uns immer noch mentale Grenzen existieren und dass es unsere Aufgabe ist, diese zu überwinden.Die an der Debatte Teilnehmenden, darunter Prof. Dr. Norbert Hosten von der Universitätsmedizin Greifswald, gaben Beispiele dafür, wie Projekte im Rahmen des Interreg-Programms und des Fonds für kleine Projekte zur Integration beigetragen.

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 Foto: Andrzej Łazowski

Die Debatte wurde von der Eröffnung einer Ausstellung von Andrzej Łazowski "25 Blicke über die Grenze hinaus“ begleitet, die anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Euroregion Pomerania organisiert wurde.
Fünfzig Porträts von Persönlichkeiten der deutsch-polnischen Zusammenarbeit sind ein Zeugnis für die wunderbaren Partnerschaften, die sich im letzten Vierteljahrhundert in unserer Euroregion entwickelt haben.
Die Ausstellung, deren offizielle Eröffnung für den 25. Jahrestag geplant war, aber aufgrund der Pandemie zweimal verschoben wurde, wird auf beiden Seiten der Grenze gezeigt. Sie wird bis Ende dieses Jahres in Stettin und nächstes Jahr u.a. in Prenzlau zu sehen sein.
Die Ausstellung wird durch das Projekt "Transcoding Pomerania" im Rahmen des Kooperationsprogrammes Interreg V A unterstützt.
Ein Album mit den Porträts und die Debatte werden von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert.

Am 18. November 2021 bei einer Zoom-Konferenz haben Mitglieder der Euroregionalen Lenkungskommission weitere COVID-19 FKP-Projekte und FKP-Projekte des regulären Calls bewilligt. Insgesamt konnten 18 deutsch - polnische Projekte in Höhe von 293.228,26 Euro (EFRE-Mittel) befürwortet werden.

Nächste Sitzung der Euroregionalen Lenkungskommission ist voraussichtlich für das kommende Jahr 2022 geplant.

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Die Öffentliche Konsultation des Kooperationsprogrammentwurfs Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen 2021-2027 hat begonnen. Mit dem Ziel einer möglichst breiten Einbindung der Öffentlichkeit möchten wir allen interessierten Einrichtungen und Organisationen in der Zeit vom 08. November 2021 bis zum 06. Dezember 2021 die Gelegenheit geben, sich schriftlich (online) zum aktuellen Entwurf des Kooperationsprogramms zu äußern und so den weiteren Prozess mitzugestalten.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: 

Öffentliche Konsultation des Kooperationsprogrammentwurfs Interreg VI A

Am Wochenende vom 22.-24.10.2021 fand auf der Insel Usedom eine grenzübergreifende Katastrophenschutzübung unter Pandemiebedingungen statt. Deutsche und polnische Bevölkerungsschutz-Einheiten übten gemeinsam den Umgang mit epidemischen und pandemischen Ereignissen.

Mehr als einhundert Ehrenamtliche aller Einheiten probten am Samstag in Schutzanzügen gemeinsam die Evakuierung eines unter Quarantäne stehenden fiktiven Pflegeheimes an der Heringsdorfer Promenade. Grund für die Evakuierung war ein havariertes Schiff vor der Küste. Die Ladung hatte Feuer gefangen und giftige Dämpfe zogen auf das Festland zu. Umfang und Ausbreitung der Giftwolke erforderte die Evakuierung der Bewohner nach Swinemünde in eine Behelfsunterkunft. Evakuierung und medizinische Erstversorgung grenzübergreifend und gemeinsam: Die große Herausforderung für alle Beteiligten.

Diese erste gemeinsame Übung deckte auch bestehende Schwachstellen auf. So gab es technische Probleme bei der Kommunikation und die Verkehrssituation auf der Insel erschwerte den schnellen Abtransport der Menschen. Diese Schwachstellen zu beseitigen oder zumindest zu minimieren wird dazu beitragen, Abläufe grenzübergreifend zu optimieren, um so eine Stärkung des gemeinsamen Bevölkerungsschutzes im deutsch-polnischen Grenzraum zu erreichen.

Das Projekt wurde durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Sonder-Calls COVID 19 unterstützt (Fonds für kleine Projekte im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VA Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen in der Euroregion Pomerania).

Fotos: Paweł Miedziński & Regina Werner

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