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Polnischer Chemiekonzern Grupa Azoty will 1,7 Milliarden PLN (rd. 415 Millionen €) am Standort Police investieren

Die Grupa Azoty S.A. (ehemals Zakłady Azotowe w Tarnowie-Mościcach S.A.) will bis zum Jahr 2019 am Standort Police (Wojewodschaft Westpommern) die modernste und europaweit größte Anlage zur Produktion von Propylen nach der selektiven Propan-Dehydrierungs-Methode errichten.

Propylen ist nach Ethylen der wichtigste Rohstoff für die Chemieindustrie. Als ein wesentlicher Bestandteil von Kunststoffen ist Propylen die Grundlage für weitere strategische Halbfertigprodukte bei der Herstellung von OXO-Alkoholen (Lösungsmittel, Acrylfarben, Weichmacher), Acrylsäure (Acrylfarben, hochgradig saugfähige Polymere), Propylenen für die Textil- und Automobilindustrie (Stoßstangen, Akkumulatorengehäuse) und von Verpackungen (Boxen, Container, Folien).

Die Kapitalgruppe Grupa Azoty (Zusammenlegung der vier landesweit größten Werke im Rahmen des Konsolidierungsprozesses der polnischen Chemieindustrie, Hauptanteilseigner ist mit 33 % das polnische Ministerium für Staatsvermögen - Ministerstwo Skarbu Państwa) plant ferner am Standort Police im Rahmen dieses Projekts den Bau eines Turbogenerators und die Erweiterung des firmeneigenen Binnenhafens um ein Terminal für Flüssigchemikalien.

Langfristig werden dort die polenweit größten LPG-Tanker (liquefied petroleum gas - Flüssiggas) abgefertigt und sich dadurch die operativen Kapazitäten verdoppeln. Die Grupa Azoty Police plant nach Inbetriebnahme der Anlage Anfang 2019 eine jährliche Steigerung der Einnahmen um ca. 2 Milliarden PLN und einen Gewinnzuwachs von mehreren Hundert Millionen PLN.

Rund 1.000 Mitarbeiter werden am Bau der Anlage beteiligt sein und nach der Inbetriebnahme werden ca. 200 Produktionsmitarbeiter neu eingestellt. Eine eigens gegründete Projektgesellschaft der Grupa Azoty wird die finanzielle Sicherheit gewährleisten.

"Wir können stolz sein, dass unser nationaler Spitzenreiter solch innovative Investitionsvorhaben mit großer Bedeutung für die Zukunft der polnischen Industrie realisiert. Die neue Anlage reiht sich in den Reindustrialisierungsprozess Europas ein, d. h. der langfristigen Haltung der Industrie in der Region. Die Produktion von Propylen, d. h. eines wichtigen chemischen Halbfertigprodukts, ebnet den Weg für den Bau weiterer Anlagen, wodurch Polen zu einem wichtigen Hersteller von technologisch fortschrittlichen Kunststoffen avancieren wird", erklärte 2015 der damalige polnische Schatzminister Włodzimierz Karpiński (Quelle: www.att.grupaazoty.com/de).

Nach Aussage von Paweł Jarczewski, Vorstandsvorsitzender der Grupa Azoty, wird durch das Investitionsvorhaben "Grupa Azoty Police 2" in strategisch wichtige chemische Halbfertigprodukte in Polen ein innovativer Chemiesektor aufgebaut, der in der ganzen Welt konkurrenzfähig ist. Gleichzeitig stärkt die Grupa Azoty den Unternehmenswert indem sie Zutritt zu einem neuen Marktsegment und damit neuen Absatzmärkten gewinnt.

Geplant ist ein jährliches Produktionsvolumen von 400.000 Tonnen Propylen. Internen Schätzungen zufolge sollen rd. 60 % der Produktion dem Export zugeführt oder in weiteren Anlagen verarbeitet werden. Damit wird die Grupa Azoty zu einem wichtigen europäischen Propylenexporteur und festigt die Position auf den ausländischen Märkten. Die restlichen 40 % werden intern in der Kapitalgruppe Grupa Azoty verkauft, u. a. an die Werke in Kędzierzyn, wodurch der gesamte Propylenbedarf im Unternehmen gedeckt wird.

Quellen: www.szczecinbiznes.pl

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